Hamburg: Neue Radverkehrsstrategie

Fahrradforum: Radfahren bis 2015 systematisch fördern

Bis zum Jahr 2015 soll in der Hansestadt der Anteil des Radverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen in Hamburg verdoppelt werden. Dieses ehrgeizige Ziel verfolgt eine neue Radverkehrsstrategie für Hamburg.  Sie wurde auf Initiative der Hamburgischen Bürgerschaft von einem Fahrradforum erarbeitet.

Dem Forum gehören zwanzig Persönlichkeiten an. Vertreten sind: die öffentliche Verwaltung, die drei Bürgerschaftsfraktionen, der  Hamburger Verkehrsverbund, die Verbände RVH, ADFC, VCD, ADAC sowie der Landesseniorenbeirat; den Radsportverband Hamburg (RVH) vertritt Wolfgang Scobel (RG Uni Hamburg).

Wichtigster Punkt des Konzepts, das rund 40 Seiten umfasst,  ist der Ausbau von 14 "stadtteilübergreifenden Radrouten" - wie sie bereits 2001 als "Velorouten" unter dem rot-grünen Senat geplant waren, aber nie vollständig ausgebaut wurden. Diese besonders ausgebauten "Fahrrad-Trassen" sollen – nach diesem Konzept - alle Punkte in der Hansestadt Hamburg von der Innenstadt aus gut erreichbar machen.

Senator Axel Gedaschko von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) erklärte dazu: „Hamburg hat die besten Ausgangsbedingungen zum Radfahren: eine ebene Topographie, die kompakte und verdichtete Innenstadt, die eigenständigen Stadtteilzentren mit Einzugsbereichen im idealen Entfernungsbereich für den Radverkehr. Diese Chancen müssen wir nutzen, den Radverkehrsanteil deutlich zu erhöhen und damit auch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.“
 
Das "Fahrradforum" wurde bei seiner Arbeit unterstützt von der Gesellschaft "Planungsgemeinschaft Verkehr" aus Hannover. Das Fahrradforum arbeitet seit 2006 an einer Lösung, wie das 1700 Kilometer lange und vielerorts marode Hamburger Radwegenetz modernisiert werden könnte.

Die Radverkehrsstrategie ist insgesamt ein gesamtstädtisches Konzept, das auch einen Rahmen für entsprechende Aktivitäten und Planungen in den Bezirken setzt. Die Strategie schafft, so die Planung, die Voraussetzung dafür, das Fahrrad als vollwertiges Verkehrsmittel im Gesamtverkehrssystem zu etablieren. Das Konzept formuliert Ziele und Leitlinien sowie vorrangige Handlungsfelder. Dazu gehören insbesondere:

·  die Verdoppelung des Radverkehrsanteils auf 18 Prozent aller in Hamburg zurückgelegten Wege
·  der Ausbau des Hauptroutennetzes
·  die Instandsetzung benutzungspflichtiger und sonstiger wichtiger Radwege
·  die Senkung der Unfallzahlen bei steigendem Radverkehrsanteil
·  die Verbesserung des Fahrradklimas durch Öffentlichkeitsarbeit
·  eine bessere Verknüpfung von Radverkehr und öffentlichem Verkehr
·  gute Bedingungen zum Fahrradparken
·  die Förderung des Fahrradtourismus
·  besserer Service rund ums Radfahren.

Ein Bündel von 80 geplanten Einzelmaßnahmen ergänzt die Radverkehrsstrategie. Sie sollen - so erklärte die BSU - im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten künftiger Haushalte umgesetzt werden. Das Fahrradforum empfiehlt Ausgaben in einer Größenordnung von drei Euro pro Einwohner und Jahr. Danach werden allein im Jahr 2008 rund 4,8 Millionen Euro in den Radverkehr investiert.

Mehr Informationen auf der rechten Seite unter "Radverkehrsstrategie Hamburg"
Manfred Schwarz
12.01.2008

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