WM in England (22.-27.5.2012)

BMX Saisonhighlight

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Endlich war es soweit! Die Woche vor Pfingsten war dieses Jahr für Tom und Paul Kurowski und mich (Chrissy Wiesner) für die BMX Weltmeisterschaften in Birmingham/ England reserviert. Bereits am Montag flogen wir direkt von Hamburg nach Birmingham, wo uns (überraschenderweise) traumhaft schönes Wetter erwartete und dies sollte auch die ganze Woche andauern. Da dies aber für Großbritannien eher untypisch ist, fanden die Wettkämpfe in der großen Veranstaltungshalle von Birmingham (National Indoor Arena, NIA) statt. Bereits an den folgenden zwei Tagen hatten die Fahrer die Möglichkeit (getrennt nach Nationen) auf der, extra für die Weltmeisterschaft gebauten, Bahn zu trainieren. Im Gegensatz zu etlichen Hallenrennen in der Vergangenheit, präsentierte sich der Track in Birmingham mit asphaltierten Kurven und dem 5m-Starthügel für die Challenge-Klasse in einem herausragenden Zustand. Alleine der Anblick dieser (fast) perfekten Bahn, ließ das Herz eines jeden Fahrers höher schlagen. Einige Fahrer hatte leider Probleme mit den Augen, da man von dem gleißenden Licht im Vorstart (außerhalb der Bahn) noch halb geblendet in die dunkle Halle kam und dort nur wenig Zeit zum Gewöhnen der Augen hatte. Von dieser Tatsache abgesehen, musste man wirklich nach Makeln suchen. Grandiose Bahn und eine sehr gute Organisation mit einem Zeitplan, der auf die Minute genau eingehalten wurde!

Bereits am ersten Renntag (Donnerstag) waren die jüngeren Fahrer/-innen (Boys und Girls 14 und jünger) an der Reihe, bei denen von der RG Hamburg Paul Kurowski (Boys 12) an den Start ging. Die Aufregung war groß! Trotz Sturz im ersten Lauf, konnte er sich durch die Vorläufe des sehr stark besetzten Felds (93 Fahrer) und durch das Achtel-Finale ins Viertel-Finale kämpfen, wo er aber leider ausschied.

Am Freitag und Samstag starteten dann die älteren Challenge Fahrer/-innen (Boys und Girls 15 und älter), sowie die (Qualifiktions-) Rennen der Elite Fahrer. Leider mussten auch die Fahrer der Challenge Klassen, als Zuschauer der Elite-Rennen, Eintritt bezahlen. Bei ausverkaufter Halle und atemberaubender Rennaction war dieses kleine Ärgernis aber rasch vergessen. Absolute Radbeherrschung und zur Krönung auch noch der doppelte Vizemeistertitel der deutschen Junior-Fahrerin Nadja Pries (RC 50 Erlangen) machten diese zwei Tage zur einem unvergesslichen Erlebnis. Für Gänsehaut sorgte schließlich noch der Auftritt des ehemaligen BMX-Profis Stephen Murray, der seit einem schweren Unfall ab dem Hals abwärts gelähmt ist. Mit bewegenden Worten sorgte er für stehende Ovationen und erinnerte daran worauf es im Leben ankommt: stark zu bleiben!

Schließlich waren am Sonntag noch die Cruiser Fahrer/-innen an der Reihe. Von der RG Hamburg sind hierbei Tom Kurowski (Cruiser Men 40-44) und ich (Cruiser Women 30+) an den Start gegangen. Tom musste leider mit einem Handicap das Rennen antreten. Aus einem Sturz in einem vorangegangenen Rennen, hatte er noch mit einem gebrochenen Mittelfußknochen zu kämpfen, der noch nicht richtig ausgeheilt war. Da das Feld in seiner Klasse dazu noch stark besetzt war, kam er leider nicht über die Vorläufe hinaus.

Auch ich war am Sonntag an der Reihe. Da die einzelnen Cruiser Frauen Klassen aus dem Vorjahr zu einer gemeinsamen Altersklasse (30+) neu zusammengefasst wurden, wusste ich zunächst nicht, was mich erwartet. Da ich in meinem 2. Vorlauf am Start ausklickte und nur als 5. Fahrerin ins Ziel kam, musste ich zunächst zittern, ob ich ins Halbfinale einziehen konnte. Aber mit Platz 3 im ersten und dritten Vorlauf konnte ich dieses Missgeschick wettmachen und somit eine Runde weiter kommen. Mein Ziel für diese WM war somit erfüllt. Alles was hierauf folgte, war nun Bonus. Durch einen guten Start und einem 4. Platz im Halbfinale erfüllte sich ein Traum für mich. Ich stand im Finale der Weltmeisterschaft! Ein tolles Gefühl! Das Rennen verlief gut für mich und ich verpasste nur knapp den 5. Platz in einem Fotofinish auf der Ziellinie. Aber ich war nicht enttäuscht über den verpassten 5. Platz, sondern überglücklich über einen erreichten 6. Platz! Dafür lohnte sich die Schufterei im Training!! Aber wie immer: NACH dem Rennen, ist VOR dem Rennen…

Christiane Wiesner
05.06.2012

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